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Suchbegriff: Rohstoffe

Die Rohölpreise steuern auf ihren ersten wöchentlichen Rückgang in diesem Jahr zu, da die Spannungen zwischen den USA und dem Iran abnehmen. Brent wird derzeit zu 68,09 USD und WTI zu 63,95 USD gehandelt. Der siebenwöchige Aufschwung wurde in erster Linie durch außenpolitische Bedenken der USA getrieben, insbesondere durch die Atomfrage im Iran und mögliche Risiken einer Schließung der Straße von Hormus. Analysten stellen fest, dass die geopolitischen Risikoprämien trotz des aktuellen Preisrückgangs weiterhin hoch sind.
China hat seine Ölimporte aus Russland deutlich erhöht und im Januar 2026 einen Rekordwert von 1,86 Millionen Barrel pro Tag erreicht, während Indien unter dem Druck der USA seine Einkäufe reduziert hat. Russland ist zum größten Rohöllieferanten Chinas aufgestiegen und hat Saudi-Arabien überholt, da chinesische Raffinerien von den günstigen Preisen und der stabilen Versorgung angezogen werden. Die strategische Energiepartnerschaft wird trotz westlicher Sanktionen gestärkt und könnte zu einer mächtigen eurasischen Allianz führen, die Indien wieder in den russischen Ölhandel zurückholen könnte.
Indiens Reliance Industries hat nach Genehmigung durch die USA den Kauf von venezolanischem Rohöl wieder aufgenommen. Dies ist der erste Kauf Indiens seitdem die USA die Kontrolle über den Ölverkauf Venezuelas übernommen haben. Dieser Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Indien versucht, russische Ölimporte zu ersetzen, um ein Handelsabkommen mit den USA einzuhalten, das im Gegenzug für reduzierte russische Rohölkäufe niedrigere Zölle bietet. Die staatliche indische Raffinerie MRPL prüft ebenfalls Optionen für venezolanisches Rohöl, während die großen Handelsunternehmen Vitol und Trafigura sowohl Indien als auch China venezolanisches Öl anbieten.
Indiens Importe von russischem Öl gingen im Dezember 2025 deutlich zurück und fielen von 34 % im November auf weniger als 25 % der Gesamtimporte – den niedrigsten Stand seit 38 Monaten. Der Rückgang folgt auf US-Sanktionen gegen die russischen Ölexporteure Rosneft und Lukoil, obwohl Indien aufgrund von Preissensibilität und Problemen mit der Kompatibilität der Raffinerien weiterhin zögert, sich zu einer Reduzierung der russischen Öleinkäufe zu verpflichten. Das Land importierte im Dezember 5,8 Millionen Tonnen russisches Rohöl im Wert von 2,71 Milliarden US-Dollar, gegenüber 3,72 Milliarden US-Dollar im Vormonat.
Russische Öltanker mit einer Ladekapazität von bis zu 12 Millionen Barrel warten vor der Küste Chinas, da Russland seine Lieferungen umleitet, nachdem Indien aufgrund eines Handelsabkommens zwischen den USA und Indien seine Einkäufe reduziert hat. Russisches Rohöl wird mit immer größeren Preisnachlässen angeboten, um chinesische Käufer anzulocken. Der Preisnachlass für die ESPO-Mischung liegt mittlerweile bei fast 9 US-Dollar pro Barrel unter dem Brent-Preis. Die Veränderung der Handelsmuster spiegelt geopolitische Spannungen und die sich wandelnde Marktdynamik im globalen Ölhandel wider.
Die Ölmärkte waren volatil, da der Iran signalisierte, dass die Atomverhandlungen mit den USA ein langwieriger Prozess sein würden, was die Hoffnungen auf eine rasche Entspannung der Lage im Nahen Osten zunichte machte. Der Preis für Brent-Rohöl stieg zunächst auf 68 US-Dollar pro Barrel, bevor er wieder zurückging, da die Anleger die Haltung des Iran als Hinweis auf langwierige Verhandlungen interpretierten. Es wird erwartet, dass die Gespräche in Maskat, Oman, eher einen Fahrplan für weitere Diskussionen vorgeben als zu einer sofortigen Lösung führen werden, was zu Befürchtungen hinsichtlich einer möglichen Eskalation zwischen den USA und dem Iran führt.
Die globalen Kapitalmärkte erlebten Ende Januar erhebliche Schwankungen mit starken Verlusten bei Softwareaktien (Microsoft minus 10 %), Edelmetallen (Gold minus 13 %, Silber minus 35 %) und Kryptowährungen (Bitcoin minus 21 %). Analysten erkennen ein Muster, bei dem Hedgefonds gezwungen waren, profitable Gold- und Silberpositionen zu liquidieren, um die Sicherheitenanforderungen für verlustbringende Technologieaktienpositionen zu erfüllen, wodurch unerwartete Korrelationen zwischen scheinbar nicht miteinander verbundenen Anlageklassen entstanden.
Im Januar kam es zu außergewöhnlichen Preisbewegungen bei Rohstoffen: Lithium verzeichnete aufgrund der Nachfrage nach Batteriespeichern mit 57 % den größten Anstieg, europäisches Erdgas stieg aufgrund niedriger Lagerbestände und Winterstürme um 38 % und US-Gas um 18 %. Kakao war mit einem Rückgang von 31 % aufgrund von Überangebot und schwacher Nachfrage der größte Verlierer. Geopolitische Risiken und extreme Wetterbedingungen trieben die Preise für fossile Brennstoffe in die Höhe, während spekulative Handelsgeschäfte die Metallmärkte beeinflussten.
Michael Widmer, Rohstoffstratege bei der Bank of America, argumentiert, dass die Goldrallye so lange anhalten wird, wie die Inflation über 2 % bleibt. Er weist darauf hin, dass Anleger noch Spielraum haben, um den Goldanteil in ihren Portfolios zu erhöhen, und hebt die Angebotsengpässe bei Rohstoffen wie Kupfer und Aluminium hervor, die auf zu geringe Investitionen in Bergwerke zurückzuführen sind, während die Nachfrage aus dem Verteidigungssektor und dem globalen Strombedarf steigt.
Der Swiss Market Index wird voraussichtlich schwächer starten, wobei die Analystenbewertungen für Schweizer Aktien gemischt ausfallen. Die Ölpreise steigen aufgrund geopolitischer Spannungen im Zusammenhang mit den Atomgesprächen zwischen den USA und dem Iran, während Bitcoin auf 63.000 US-Dollar fällt. Die globalen Märkte zeigen eine gemischte Performance, wobei Technologieaktien aufgrund von Bedenken hinsichtlich Investitionen in künstliche Intelligenz und schwachen US-Arbeitsmarktdaten unter Druck stehen. An den Devisenmärkten zeigt sich der Dollar gegenüber dem Yen und dem Schweizer Franken schwach.

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