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Suchbegriff: Commerzbank

Der Schweizer Aktienmarkt steht während der Berichtssaison vor Herausforderungen, da der SMI Schwierigkeiten hat, die psychologisch wichtige Marke von 13.500 Punkten zu halten. Die globalen Märkte werden von den anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran beeinflusst, die zu Schwankungen der Ölpreise führen. Die Anleger beobachten aufmerksam wichtige Wirtschaftsdaten, darunter die verspäteten Berichte zum US-Arbeitsmarkt und die Wachstumszahlen der Eurozone, während zahlreiche Schweizer und internationale Unternehmen sich auf die Veröffentlichung ihrer Quartalsergebnisse vorbereiten.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde behielt den Zinssatz unverändert bei 2,0 % und spielte das Konzept eines „globalen Euro” herunter, wobei sie betonte, dass andere Faktoren wie Rechtssicherheit und Handelsabkommen für den internationalen Währungsstatus wichtiger seien. Die starke Aufwertung des Euro wird beobachtet, da sie die Inflation stärker als erwartet dämpfen könnte. Experten diskutieren das Potenzial des Euro als globale Reservewährung, wobei sich die Diskussionen auf die Notwendigkeit von Eurobonds und einer gemeinsamen Fiskalpolitik zur Unterstützung der internationalen Rolle des Euro konzentrieren.
Im Januar kam es zu außergewöhnlichen Preisbewegungen bei Rohstoffen: Lithium verzeichnete aufgrund der Nachfrage nach Batteriespeichern mit 57 % den größten Anstieg, europäisches Erdgas stieg aufgrund niedriger Lagerbestände und Winterstürme um 38 % und US-Gas um 18 %. Kakao war mit einem Rückgang von 31 % aufgrund von Überangebot und schwacher Nachfrage der größte Verlierer. Geopolitische Risiken und extreme Wetterbedingungen trieben die Preise für fossile Brennstoffe in die Höhe, während spekulative Handelsgeschäfte die Metallmärkte beeinflussten.
Die Europäische Zentralbank hat ihren Leitzins bei ihrer letzten Sitzung bei 2,0 % belassen und damit die Mitte 2025 begonnene Zinspause fortgesetzt. Die Inflation ist im Januar unter das Ziel der EZB von 2 % auf 1,7 % gefallen, was zum Teil auf sinkende Energiepreise zurückzuführen ist. Der starke Euro-Dollar-Wechselkurs beeinflusst die Inflationsberechnungen der EZB, wobei Analysten eine weitere Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar erwarten. EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte, dass die EZB zwar keine Wechselkurse anstrebt, aber deren Auswirkungen auf die Preisentwicklung genau beobachtet. Verschiedene Banken geben unterschiedliche Prognosen für den Euro-Dollar-Wechselkurs ab, wobei Analysten im Durchschnitt mit einem Kurs von 1,20 Dollar pro Euro in einem Jahr rechnen.
Die deutsche Industrie verzeichnete im Dezember 2025 einen überraschenden Auftragsanstieg von 7,8 % – den größten Zuwachs seit zwei Jahren –, was nach einem längeren Abschwung auf eine mögliche Trendwende hindeutet. Das Wachstum wurde durch starke Inlandsaufträge (+10,7 %) und Aufträge aus dem Verteidigungssektor getragen, wobei Metallprodukte- und Maschinenhersteller eine besonders starke Performance zeigten. Während die Aufträge aus der Automobilbranche aufgrund der schwachen Nachfrage in der Eurozone zurückgingen, äußerten sich Ökonomen optimistisch hinsichtlich einer anhaltenden industriellen Dynamik und einer Beschleunigung des allgemeinen Wirtschaftswachstums.
Der Swiss Market Index (SMI) dürfte nach Erreichen eines neuen Allzeithochs im vorbörslichen Handel nahezu unverändert eröffnen. Während sich der Schweizer Markt stark zeigte, entwickelten sich die globalen Märkte uneinheitlich: US-Technologieaktien standen aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Disruption durch künstliche Intelligenz unter Druck, während die asiatischen Märkte überwiegend nachgaben. Edelmetalle verzeichneten einen deutlichen Einbruch, wobei die Gold- und Silberpreise stark fielen. Der US-Dollar legte vor der EZB-Sitzung zu, und Pharmaaktien wie Eli Lilly entwickelten sich dank starker Gewinnprognosen gut.
Die Nominierung von Kevin Warsh zum Fed-Vorsitzenden hat die Sorgen um die europäische Währung gemildert, sodass der Dollar gegenüber dem Franken um 1 % und gegenüber dem Euro um 1,2 % aufgewertet hat. Die Reaktionen des Marktes deuten darauf hin, dass die Anleger davon ausgehen, dass Warsh die Unabhängigkeit der Fed wahren wird, anstatt sich übermäßig von politischem Druck beeinflussen zu lassen. Die Anleiherenditen zeigen einen leichten Anstieg, während die Inflationserwartungen stabil bleiben und die US-, deutschen und Schweizer Anleihemärkte eine gemischte Performance verzeichnen.
Gold und Silber erlebten einen schweren Einbruch, wobei Gold innerhalb von nur zwei Tagen um 20 % und Silber um 40 % fiel, was für Privatanleger erhebliche Verluste zur Folge hatte. Während einige Analysten weiterhin optimistische Kursziele von rund 6.000 US-Dollar für Gold verfolgen, hat die extreme Volatilität Edelmetalle von stabilen Anlagen zu spekulativen Vermögenswerten gemacht. Der Einbruch wurde durch algorithmischen Handel und Call-Optionen noch verstärkt, da Privatanleger weiter investierten, obwohl institutionelle Akteure ihre Positionen reduzierten. Geopolitische Bedenken und Handelsstrategien zur Geldentwertung trieben die Preise zunächst auf Rekordhöhen, aber die Marktkorrektur hat Fragen zur Nachhaltigkeit von Edelmetallen als sichere Häfen aufgeworfen.
Die Inflation in der Eurozone sank im Januar 2026 auf 1,7 % und erreichte damit den niedrigsten Stand seit April 2021. Grund dafür waren sinkende Energiepreise und ein nachlassender Inflationsdruck in wichtigen Volkswirtschaften wie Frankreich und Italien. Während die Lebensmittelpreise weiter stiegen, sank auch die Kerninflation auf 2,2 %. Die Daten haben die Erwartungen geschürt, dass die Europäische Zentralbank im Laufe des Jahres Zinssenkungen in Betracht ziehen könnte, wobei Ökonomen den Rückgang der Inflationsrate unter das Ziel der EZB von 2 % als einen entscheidenden Faktor anführen.
Die Kakaopreise sind auf ein Zweijahrestief gefallen und liegen nun unter 4.000 US-Dollar pro Tonne, nachdem sie 2024 Spitzenwerte von über 10.000 US-Dollar erreicht hatten. Der Rückgang ist auf das gestiegene Angebot westafrikanischer Produzenten wie der Elfenbeinküste und Ghana sowie Ecuadors zurückzuführen, während die Nachfrage nachlässt, wie der Rückgang des Absatzvolumens von Barry Callebaut um 22 % zeigt. Deutsche Einzelhändler beginnen, Einsparungen an die Verbraucher weiterzugeben, was nach Jahren erheblicher Preissteigerungen Hoffnung auf eine Entlastung bei den Schokoladenpreisen gibt.

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