Geographie

Suchbegriff: Europa

Ford führte erste Gespräche mit dem chinesischen Elektroautohersteller Xiaomi über eine mögliche Partnerschaft, die chinesischen Autoherstellern den Eintritt in den US-Markt ermöglichen würde, obwohl Ford die Gespräche dementierte. Die Gespräche stießen auf starken politischen Widerstand seitens US-amerikanischer Gesetzgeber, die nationale Sicherheitsbedenken anführten, insbesondere hinsichtlich der angeblichen Verbindungen von Xiaomi zum Militär. Der Artikel beleuchtet die Spannungen zwischen Geschäftsmöglichkeiten im Elektroauto-Sektor und geopolitischen Erwägungen in den Beziehungen zwischen den USA und China.
Die UBS plant einen erheblichen Personalabbau: Im Rahmen der Integration der Credit Suisse sollen bis März 20 % der Führungspositionen abgebaut werden. Von den Entlassungen sind vor allem ehemalige Mitarbeiter der Credit Suisse und diejenigen betroffen, die für die Integration verantwortlich sind, wobei IT- und Backoffice-Mitarbeiter besonders stark betroffen sind. Sergio Ermotti bleibt vorerst CEO, wird aber voraussichtlich anschließend in den Verwaltungsrat wechseln. Die UBS bietet den betroffenen Mitarbeitern großzügige Sozialpläne mit umfassenden Leistungen an.
Die deutsche Ökonomin Ulrike Neyer empfiehlt, die deutschen Goldreserven aus den Vereinigten Staaten zurückzuholen, da sie Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der USA hat. Dabei verweist sie auf den historischen Kontext der deutschen Goldreserven, ihre Rolle für die Währungsstabilität und die geopolitischen Risiken, die mit der Lagerung von 37 % des deutschen Goldes im Ausland verbunden sind. Sie erörtert die historische Bedeutung von Gold in der deutschen Wirtschaftsgeschichte, den Aufbau der Reserven während der Zeit des Wirtschaftswunders und warnt davor, dass eine sofortige Rückführung die Beziehungen zwischen den USA und Europa beeinträchtigen könnte, aber mittelfristig geplant werden sollte.
Die Milchpreise in der Schweiz sinken ab Februar aufgrund von Überproduktion, wobei die Einzelhändler Migros und Coop die Preissenkung an die Verbraucher weitergeben. Milchbauern kritisieren das System für Milchüberschüsse, und der Verband Fair Markets Switzerland führt das Problem auf fehlgeleitete politische Anreize zurück.
Die Europäische Kommission legt nach einem weltweiten Skandal um kontaminierte Babymilch erstmals Grenzwerte für das Gift Cereulid in Säuglingsmilch fest. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit wird nächste Woche eine Referenzdosis veröffentlichen, die auch die Schweiz übernehmen wird. Diese Maßnahme erfolgt, nachdem drei Wochen nach dem ersten Rückruf durch Nestlé immer mehr Hersteller kontaminierte Produkte vom Markt nehmen.
Der Online-Lebensmitteleinkauf verzeichnet in Deutschland ein starkes Wachstum. Die Umsätze werden bis 2025 um über 10 % steigen, da immer mehr Verbraucher die Bequemlichkeit der Lieferung nach Hause schätzen. Anbieter wie Picnic und Rewe sind marktführend und richten sich in erster Linie an Familien und ältere Kunden, die Wert auf Zeitersparnis und Bequemlichkeit legen. Obwohl der Online-Lebensmittelverkauf derzeit nur etwa 3 % des gesamten Lebensmittelumsatzes ausmacht, wächst der Sektor schneller als der E-Commerce insgesamt, was trotz der Herausforderungen bei der Belieferung ländlicher Gebiete auf ein erhebliches Wachstumspotenzial hindeutet.
Die Demokratische Republik Kongo steht kurz vor einer Entscheidung über den Verkauf des angeschlagenen Bergbauunternehmens Chemaf, das zum ersten Testfall für die neue Mineralienpartnerschaft zwischen den USA und der DR Kongo geworden ist. An dem Verkaufsprozess sind mehrere Bieter beteiligt, wobei das von den USA unterstützte Konsortium Virtus Resources von Washington bevorzugt wird, um Chinas Dominanz in den Lieferketten für kritische Mineralien zu brechen. Der Deal ist sowohl eine kommerzielle Transaktion als auch ein strategischer geopolitischer Schachzug im Wettbewerb um Kobalt- und Kupferressourcen.
Schweizer Winzer setzen sich für strengere Beschränkungen für europäische Weinimporte ein, um einheimische Produzenten zu schützen, die mit sinkendem Konsum, ausländischer Konkurrenz und Qualitätsproblemen zu kämpfen haben. Sie streben die Wiedereinführung eines Quotensystems an, das Importrechte an den Absatz von einheimischem Wein knüpft, ähnlich wie vor 2001. Während Befürworter argumentieren, dass dies die Schweizer Weinberge erhalten und einen fairen Wettbewerb gewährleisten würde, warnen Gegner, dass dies den Weinhändlern schaden und tiefgreifendere Probleme wie den rückläufigen Alkoholkonsum und Qualitätsprobleme nicht lösen würde. Trotz der Unterstützung durch Landwirtschaftsverbände stößt der Vorschlag auf potenziellen politischen Widerstand.
Der Artikel analysiert, wie sich die Welt als Reaktion auf die isolationistische Politik, die hohen Zölle und die unberechenbare Führung von Präsident Trump um die Vereinigten Staaten herum neu ordnet. Europa und andere Nationen bilden neue Handels- und Sicherheitsbündnisse, diversifizieren ihre Partnerschaften mit Schwellenländern und reduzieren ihre Abhängigkeit von den USA. Der Artikel beschreibt einen grundlegenden Wandel in den globalen Beziehungen, da die Länder nach Alternativen zur amerikanischen Führungsrolle in den Bereichen Handel, Sicherheit und internationale Zusammenarbeit suchen.
Die Schweizer Pharmariesen Novartis und Roche haben ihre Lobbyausgaben in den USA im Jahr 2025 deutlich erhöht: Roche gab 11,5 Millionen Dollar aus, Novartis 7,9 Millionen Dollar. Dies geschah vor dem Hintergrund des Drucks der Trump-Regierung, die mit Zöllen von bis zu 200 % drohte, sollten die Arzneimittelpreise nicht sinken. Beide Unternehmen unterzeichneten individuelle Vereinbarungen mit der US-Regierung, um bestimmte Preise zu senken und im Gegenzug Schutz vor Strafen zu erhalten. Die Pharmaindustrie gab 2025 insgesamt die Rekordsumme von 452 Millionen Dollar für Lobbyarbeit aus, wobei über 1800 Lobbyisten in Washington tätig waren.

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