Geographie

Suchbegriff: Asien

Die Logitech-Aktie ist vor der Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal, das aufgrund der Black Week und der Weihnachtsverkäufe das wichtigste Quartal des Unternehmens darstellt, deutlich von 97 auf 73 Schweizer Franken gefallen. Trotz positiver Erwartungen für einen Quartalsumsatz von 1,404 Milliarden US-Dollar und einem Non-GAAP-EBIT von 283,3 Millionen US-Dollar steht die Aktie unter Druck aufgrund der herabgestuften Prognosen für den PC-Sektor durch Morgan Stanley, der vor einer nachlassenden Nachfrage aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit und steigender Komponentenkosten warnt. CEO Hanneke Faber hebt die starke Dynamik auf dem chinesischen Markt als Wachstumssäule hervor, während Logitech sich auf Gaming-Innovationen konzentriert, um einer möglichen Abschwächung der PC-Nachfrage entgegenzuwirken.
Der Swiss Market Index eröffnet schwächer, da der Rückgang des US-Dollars und geopolitische Spannungen Anleger zu sicheren Häfen wie Gold und dem Schweizer Franken treiben. Große Schweizer Unternehmen erhalten vor der Berichtssaison neue Ratings und Kursziele. Die japanischen Märkte haben mit dem starken Yen zu kämpfen, während die Technologieriesen ihre Quartalsberichte vorbereiten und die Sitzung der US-Notenbank bevorsteht.
Der Swiss Market Index eröffnete im vorbörslichen Handel schwächer, wobei der US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken unter 78 Rappen fiel. Gold erreichte ein neues Rekordhoch von über 5.000 US-Dollar pro Unze, da Anleger angesichts der geopolitischen Unsicherheit nach sicheren Häfen suchten. Die asiatischen Märkte zeigten eine gemischte Performance, wobei der japanische Nikkei aufgrund der Stärke des Yen deutlich nachgab, während die US-Märkte voraussichtlich schwächer eröffnen werden. Mehrere Schweizer Unternehmen erhielten aktualisierte Kursziele, wobei UBS deutliche Aufwertungen verzeichnete. In der kommenden Woche stehen wichtige Gewinnberichte großer Technologieunternehmen und die erste Zinsentscheidung der US-Notenbank in diesem Jahr auf dem Programm.
Michael Herzog, ein ehemaliger Händler bei Davidson Kempner, investierte erfolgreich in Rheinmetall, da er erkannte, dass Europa nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine seine Verteidigungsausgaben erhöhen muss. Die Aktie von Rheinmetall ist seit Februar 2022 um 1.729 % gestiegen und hat sich damit zum wertvollsten Verteidigungsunternehmen Europas entwickelt. Herzog warnt, dass Europa sich der Sicherheitsbedrohungen bewusst werden und seine Militärausgaben deutlich erhöhen muss, um nicht von Weltmächten wie den USA, Russland und China unter Druck gesetzt zu werden.
Samsung Electronics wird im Februar mit der Produktion von HBM4-Speicherchips der nächsten Generation für Nvidia beginnen, um mit dem Konkurrenten SK Hynix, dem derzeitigen Hauptlieferanten für KI-Chips, zu konkurrieren. Berichten zufolge hat Samsung die Qualifikationstests sowohl für Nvidia als auch für AMD bestanden, was zu einem Anstieg des Aktienkurses von Samsung um 2,2 % führte, während die Aktien von SK Hynix um 2,9 % fielen. Die Chips werden für die kommende KI-Plattform Vera Rubin von Nvidia verwendet werden.
Der saudische Minister für Wirtschaft und Planung betonte auf dem Weltwirtschaftsforum, dass die Reformpolitik „Vision 2030” des Landes greifbare Ergebnisse liefert, mit einem Wachstum der ausländischen Direktinvestitionen von 24 % im Jahr 2024 trotz globaler Rückgänge. Die Regierung positioniert Saudi-Arabien als „Connector Economy” zwischen den Kontinenten, öffnet seine Börse für ausländische Investoren und erweitert Infrastrukturprojekte wie NEOM, obwohl einige Zeitpläne für Megaprojekte zurückgefahren wurden. Der IWF hat seine Wachstumsprognose für 2026 auf 4,5 % angehoben, gestützt durch die Ölproduktion, die Binnennachfrage und die laufenden Reformen.
Der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, signalisierte die Bereitschaft der Zentralbank, Maßnahmen als Reaktion auf steigende langfristige Anleiherenditen zu ergreifen, während der Leitzins unverändert blieb und die Inflationsprognose für das nächste Geschäftsjahr leicht angehoben wurde. Die BOJ steht angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten in engem Kontakt mit der Regierung.
Der japanische Yen schwächte sich gegenüber dem US-Dollar auf 159 ab, nachdem der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, in seiner Pressekonferenz konkrete Angaben zu künftigen Zinserhöhungen vermieden hatte. Die Verluste wurden jedoch schnell wieder wettgemacht, da Spekulationen über eine Intervention der Zentralbank und umfangreiche Yen-Kaufaufträge aufkamen, was die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Wirtschaftspolitik Japans und der Währungsstabilität widerspiegelte.
Der neue CEO von Munich Re, Christoph Jurecka, skizziert eine umfassende Diversifizierungsstrategie, um den weltweit größten Rückversicherer in einen stärker diversifizierten Versicherungskonzern umzuwandeln. Der Plan konzentriert sich auf den Ausbau nicht volatiler Geschäftsbereiche wie Spezialversicherungen, Erstversicherungen über Ergo und Lebensrückversicherungen, die bis 2030 60 % zum Konzernergebnis beitragen sollen. Jurecka betont organisches Wachstum unter Berücksichtigung strategischer Akquisitionen und plant Kosteneinsparungen in Höhe von 600 Millionen Euro pro Jahr durch die Einführung von KI und natürliche Fluktuation statt durch Entlassungen.
Die Bank of Japan behielt ihren Leitzins bei 0,75 % bei und hob gleichzeitig ihre Wirtschafts- und Inflationsprognosen für 2025–2026 an, was ihr Vertrauen in die wirtschaftliche Erholung signalisiert. Die Entscheidung wird jedoch durch die politische Unsicherheit aufgrund der von Premierminister Takaichi ausgerufenen Neuwahlen erschwert, dessen Konjunkturprogramme die Volatilität am Anleihemarkt erhöht und die Besorgnis über die Staatsverschuldung geschürt haben.

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