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Die Holcim-Aktie brach um 5,6 % ein, nachdem bekannt wurde, dass die EU-Kommission plant, die kostenlosen Emissionszertifikate für energieintensive Unternehmen zu verlängern, was die Möglichkeiten der Zementhersteller zur Preiserhöhung potenziell einschränken könnte. Die Lockerung der CO2-Vorschriften im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems würde die Preissetzungsmacht der Unternehmen verringern und gleichzeitig ihre Compliance-Kosten senken. Trotz der negativen Marktreaktion weisen Analysten darauf hin, dass die Dekarbonisierung politisch unumkehrbar bleibt und die langfristigen Auswirkungen auf die Margen von Holcim begrenzt sein dürften.
Die Kakaopreise sind auf ein Zweijahrestief gefallen und liegen nun unter 4.000 US-Dollar pro Tonne, nachdem sie 2024 Spitzenwerte von über 10.000 US-Dollar erreicht hatten. Der Rückgang ist auf das gestiegene Angebot westafrikanischer Produzenten wie der Elfenbeinküste und Ghana sowie Ecuadors zurückzuführen, während die Nachfrage nachlässt, wie der Rückgang des Absatzvolumens von Barry Callebaut um 22 % zeigt. Deutsche Einzelhändler beginnen, Einsparungen an die Verbraucher weiterzugeben, was nach Jahren erheblicher Preissteigerungen Hoffnung auf eine Entlastung bei den Schokoladenpreisen gibt.
Der DAX-Index blieb zur Mittagszeit mit 24.753 Punkten stabil, wobei deutsche und europäische Unternehmen eine gemischte Performance zeigten. Infineon meldete starke Ergebnisse, die von der Nachfrage nach KI profitierten, während UBS positive Zahlen vorlegte und seine Dividende erhöhte. Technologieaktien standen jedoch aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der KI-Entwicklungen von Anthropic unter Verkaufsdruck. Die Anleger warten auf die Inflationsdaten der Eurozone, die voraussichtlich einen weiteren Rückgang auf 1,7 % zeigen werden, sowie auf die für Donnerstag geplante Sitzung der EZB, bei der die Zinsen voraussichtlich unverändert bleiben werden.
Neue KI-Anwendungen von Anthropic haben weltweit zu einem erheblichen Ausverkauf von Softwareaktien geführt, wobei der Sektor an der Wall Street fast 300 Milliarden US-Dollar an Marktwert verloren hat. Die Befürchtung, dass KI traditionelle Software verdrängen könnte, hat große Unternehmen wie SAP, Siemens, Microsoft und Thomson Reuters getroffen, wobei die europäischen und asiatischen Märkte dem negativen Trend folgten. Die Indizes DAX und S&P 500 waren besonders stark betroffen, da Investoren die Geschäftsmodelle von Softwareunternehmen angesichts der fortschreitenden KI-Technologie neu bewerten.
Die Europäische Behörde für die Bekämpfung der Geldwäsche (AMLA) hat ihr erstes Einheitliches Programmplanungsdokument veröffentlicht, in dem die strategischen Prioritäten für den Zeitraum 2026-2028 dargelegt sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Fertigstellung des Einheitlichen Regelwerks, der Förderung der aufsichtsrechtlichen Konvergenz und der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Finanzermittlungsstellen in der gesamten EU.
Lufthansa, Deutschlands größte Fluggesellschaft, startet eine neue Untersuchung ihrer Geschichte während der Nazizeit, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf der Ausbeutung von Zwangsarbeitern und den engen Verbindungen zum Nazi-Regime liegt. Das Unternehmen war ein wichtiger Nutznießer des Nationalsozialismus, beteiligte sich an den Kriegsanstrengungen und beschäftigte Tausende von Zwangsarbeitern, darunter auch Kinder. CEO Carsten Spohr kündigte die Initiative an und räumte die historische Verantwortung des Unternehmens ein. Zuvor waren Versuche, sich mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen, unterbunden worden, darunter ein 2001 annullierter Expertenbericht. Das neue Forschungsprojekt soll eine ehrlichere Aufarbeitung der umstrittenen Vergangenheit der Lufthansa ermöglichen.
Die Inflation in der Eurozone sank im Januar auf 1,7 % und lag damit aufgrund niedrigerer Energiekosten und eines stärkeren Euro unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2 %. Es wird erwartet, dass die EZB ihren Leitzins bei ihrer bevorstehenden Sitzung bei 2 % belassen wird, wobei Händler die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen bis September nur mit 20 % einschätzen. Die Zentralbank prognostiziert für dieses Jahr eine durchschnittliche Inflationsrate von 1,9 %, nachdem sie 2025 2,1 % erreicht hatte.
Der deutsche Versicherungsverband GDV prognostiziert für 2026 ein langsameres Prämienwachstum von 4,7 % gegenüber 6,6 % im Jahr 2025 und begründet dies mit der schwachen Konjunktur, die sich auf das Baugewerbe, die Investitionen und den Konsum auswirkt. Die Prämien für Kfz-Versicherungen dürften moderat steigen, während Klimarisiken und regulatorische Herausforderungen weiterhin Bedenken hinsichtlich der langfristigen Stabilität der Branche aufwerfen.
Der DAX-Index eröffnete mit einem leichten Minus von 0,4 % bei 24.689 Punkten, wobei deutsche und europäische Unternehmen eine gemischte Performance zeigten. Die Infineon-Aktie legte aufgrund der starken Nachfrage nach KI und positiver Quartalsergebnisse um 1,5 % zu, während UBS und Novartis positive Zahlen meldeten, aber mit Gegenwind am Markt zu kämpfen hatten. Technologieaktien gaben weltweit nach, da Bedenken hinsichtlich einer Disruption durch die neuen Angebote von Anthropic bestehen. Die Anleger warten auf die Inflationsdaten der Eurozone und die Zinsentscheidung der EZB.
Der Artikel untersucht Chinas Rekord-Exportleistung in EU-Länder und stellt fest, dass sich das Handelsdefizit der EU gegenüber China seit 2019 zwar verdoppelt hat, der Fokus auf destruktivem Wettbewerb jedoch übersieht, dass es sich bei den meisten Importen um Zwischen- und Investitionsgüter und nicht um Fertigprodukte handelt. Sinkende Importpreise für diese Güter verschaffen den europäischen Unternehmen, die sie verarbeiten, Kostenvorteile, was laut einer Analyse von Gavekal Research darauf hindeutet, dass die wahrgenommene Bedrohung durch China möglicherweise überbewertet wird.

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