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Stadler Rail gibt zwei neue Mitglieder des Verwaltungsrats bekannt, nachdem Christoph Franz und Wojciech Kostrzewa nach 15 bzw. 14 Jahren zurücktreten. Als Nachfolger werden Sabrina Soussan und Michael Schöllhorn vorgeschlagen, die über umfangreiche internationale Industrieerfahrung aus Unternehmen wie Siemens Mobility, Airbus Defence and Space und Continental verfügen.
Lufthansa, Deutschlands größte Fluggesellschaft, startet eine neue Untersuchung ihrer Geschichte während der Nazizeit, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf der Ausbeutung von Zwangsarbeitern und den engen Verbindungen zum Nazi-Regime liegt. Das Unternehmen war ein wichtiger Nutznießer des Nationalsozialismus, beteiligte sich an den Kriegsanstrengungen und beschäftigte Tausende von Zwangsarbeitern, darunter auch Kinder. CEO Carsten Spohr kündigte die Initiative an und räumte die historische Verantwortung des Unternehmens ein. Zuvor waren Versuche, sich mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen, unterbunden worden, darunter ein 2001 annullierter Expertenbericht. Das neue Forschungsprojekt soll eine ehrlichere Aufarbeitung der umstrittenen Vergangenheit der Lufthansa ermöglichen.
Lufthansa steht während der Hauptreisezeit im Sommer vor einer kritischen Krise in der Business Class, da aufgrund von Zertifizierungsverzögerungen durch die FAA nur 4 von 28 Business-Class-Sitzen in ihren neuen Boeing 787-Flugzeugen genutzt werden können. Die Verzögerungen, die mit der Verankerung der Sitze im Kabinenboden zusammenhängen, könnten zu erheblichen Einnahmeverlusten führen, da Business-Class-Tickets in der Regel mehrere tausend Euro kosten. Die Fluggesellschaft arbeitet mit Boeing und dem Sitzhersteller Collins Aerospace zusammen, um das Problem zu lösen, aber die Situation könnte Lufthansa dazu zwingen, die Ausmusterung älterer Flugzeuge zu verzögern, um die Kapazität in der Premium-Kabine aufrechtzuerhalten.
Elon Musk startete auf seiner Plattform X eine Umfrage, in der er die Nutzer fragte, ob er Ryanair übernehmen solle, nachdem er sich öffentlich mit dem CEO der Fluggesellschaft, Michael O'Leary, über die Weigerung des Unternehmens, die Starlink-Internetsysteme von SpaceX zu installieren, gestritten hatte. Die Umfrage erhielt über 900.000 Stimmen, wobei 75 % die Übernahme befürworteten, obwohl EU-Vorschriften Nicht-Europäern den Besitz von Mehrheitsanteilen an Fluggesellschaften der Union verbieten. Der Streit begann, als O'Leary die Auswirkungen von Starlink auf die Treibstoffeffizienz kritisierte, was zu gegenseitigen Beleidigungen zwischen den beiden Führungskräften führte.
Die Aktienmärkte stehen unter Druck, da Donald Trumps Zollandrohungen für Unsicherheit sorgen. Der deutsche DAX dürfte 1 % niedriger eröffnen. Die EU plant einen Sondergipfel, um Gegenzölle in Höhe von 93 Milliarden Euro zu diskutieren, während die Edelmetalle Gold und Silber auf Rekordniveau steigen. Chinas Wirtschaft zeigt ein verlangsamtes Wachstum, Bayer erzielt einen juristischen Sieg in seinem Glyphosat-Prozess und Lufthansa beginnt Lohnverhandlungen mit dem Bodenpersonal.
Der DAX-Index kämpft nach den jüngsten Verlusten um die 24.000-Punkte-Marke, wobei eine leichte Erholung erwartet wird. Die Ölpreise steigen nach den Produktionsentscheidungen der OPEC+, während die US-Märkte vorsichtige positive Signale geben. Die chinesischen Märkte verzeichnen Kursgewinne in der Hoffnung auf eine Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China, und BioNTech bereitet sich auf die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse vor, wobei der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Krebsmedikamenten liegt. Der Dollar bleibt stark, da die Federal Reserve an ihrer vorsichtigen Zinspolitik festhält.
Lufthansa verzeichnete im dritten Quartal 2025 trotz eines Rekordumsatzes einen leichten Gewinnrückgang. Das bereinigte operative Ergebnis lag mit 1,3 Milliarden Euro unter dem des Vorjahres. Die Fluggesellschaft führt erhebliche Kostensenkungsmaßnahmen durch, darunter den Abbau von 4.000 Stellen und eine Reduzierung der Verwaltung um 20 % bis 2030. Zu den Herausforderungen gehören ein Tarifkonflikt mit den Piloten über die Renten, hohe Standortkosten in Deutschland, die seit 2019 zu einer Halbierung der Inlandsflüge geführt haben, und die Konkurrenz durch Billigflugtöchter wie Eurowings, Discover und City Airlines. CEO Carsten Spohr spricht von einem "Wendepunkt" und warnt gleichzeitig, dass Deutschland aufgrund der hohen Betriebskosten weniger vom Erfolg der Lufthansa profitiert.
Swiss International Air Lines meldete für die ersten neun Monate des Jahres 2025 einen Rückgang des Betriebsgewinns um 19% auf 411,2 Millionen Schweizer Franken, trotz eines stabilen Umsatzes von 4,2 Milliarden Franken. Als Hauptfaktoren nannte die Fluggesellschaft die schwächere Nachfrage, insbesondere auf wichtigen Nordamerika-Routen, steigende Kosten und den Preisdruck. Finanzchef Dennis Weber bestätigte die schwierige Marktsituation. Im dritten Quartal sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent auf 1,48 Milliarden Franken.

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