Geographie

Suchbegriff: Europa

Große Vermögensverwalter wie BlackRock, PIMCO und Bridgewater reorganisieren ihre Portfolios, um sich auf einen möglichen erneuten Anstieg der Inflation vorzubereiten. Steigende Rohstoffpreise, hohe Staatsverschuldung und Ausgaben für künstliche Intelligenz tragen zum Inflationsdruck bei. Der Artikel untersucht unterschiedliche Ansichten zur Inflationsprognose in den wichtigsten Volkswirtschaften, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Politik der US-Notenbank unter einer möglichen neuen Führung und den globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten liegt.
Der Energieminister von Katar, Saad al-Kaabi, warnt davor, dass der steigende Strombedarf von KI-Rechenzentren bis 2030 den weltweiten LNG-Überschuss aufbrauchen und möglicherweise zu Marktknappheit führen könnte. Trotz der Inbetriebnahme von über 100 Millionen Tonnen neuer LNG-Kapazitäten in diesem Jahrzehnt stellt der Stromverbrauch im Zusammenhang mit KI eine neue, bisher nicht berücksichtigte Nachfragequelle dar. Die gasbefeuerte Stromerzeugung bleibt für eine zuverlässige Stromversorgung von entscheidender Bedeutung, insbesondere in Regionen, die um Investitionen in Rechenzentren konkurrieren. Das Risiko entsteht in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts und könnte zu einer früheren Verknappung auf den LNG-Märkten führen als erwartet.
Julius Bär meldete für 2025 aufgrund hoher Kreditausfallrückstellungen einen Rückgang des Nettogewinns, erzielte jedoch ein Wachstum beim bereinigten Gewinn und den verwalteten Vermögen, mit einer stabilen Dividendenausschüttung und einer positiven Performance in den Schlüsselmärkten.
Der US-Dollar setzt seine Erholung im frühen Handel am Montag fort, wobei der EUR/USD-Kurs bei 1,1848 liegt. Diese Entwicklung ist auf den Vorschlag von Präsident Trump zurückzuführen, Kevin Warsh als möglichen Nachfolger von Jerome Powell als Fed-Vorsitzenden zu nominieren, was zu Unsicherheit am Markt hinsichtlich der künftigen geldpolitischen Lockerung geführt hat. Die Preise für Edelmetalle wurden durch die Erwartungen einer Zinssenkung gestützt, aber Warshs Ruf als geldpolitischer Falke wirft Fragen über die künftige Ausrichtung auf. Zu den wichtigsten Markttreibern zählen die bevorstehenden geldpolitischen Entscheidungen der EZB und der Bank of England sowie die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten.
Das Verbot der Europäischen Union für russische LNG- und Pipelinegasimporte dürfte zu einer erheblichen Nachfrage nach neuen LNG-Tankern führen. Analysten gehen davon aus, dass mindestens 30 zusätzliche Schiffe benötigt werden. Während Yamal LNG vorerst nicht von Sanktionen betroffen ist, sehen sich andere russische Anlagen westlichen Sanktionen ausgesetzt, was die EU dazu zwingt, ihre Gasversorgung zu diversifizieren und verstärkt auf LNG-Importe zurückzugreifen, die aufgrund des strengen Winters im letzten Monat ein Rekordvolumen erreichten.
Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich stark, wobei Indizes wie der SMI und der DAX trotz sinkender Gold- und Silberpreise und Bedenken hinsichtlich KI-Aktien wie Nvidia und Oracle in den USA steigen. Strategen von Bantleon und UBS äußern sich vorsichtig optimistisch für 2026 und verweisen dabei auf saisonale Muster, Gewinnwachstum und geringere Volatilität, obwohl geopolitische Spannungen weiterhin ein Faktor bleiben.
Russland hat im Januar 2026 die Erdgaslieferungen nach Europa über die TurkStream-Pipeline im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 % erhöht, wobei Gazprom die Lieferungen über diese verbleibende Route nach der Kündigung des Transitvertrags durch die Ukraine gesteigert hat. Während die Lieferungen über TurkStream konstant blieben, erreichten die gesamten russischen Gasverkäufe nach Europa im Jahr 2025 einen 50-Jahres-Tiefstand, und die EU hat offiziell Vorschriften verabschiedet, um alle russischen Gasimporte bis 2027 auslaufen zu lassen.
Equinor verkauft seine Vermögenswerte im argentinischen Schieferbecken Vaca Muerta für 1,1 Milliarden Dollar an Vista Energy. Dies ist Teil der Strategie des Unternehmens, sich auf seine Kerngeschäfte in Brasilien, den USA und Großbritannien zu konzentrieren.
Die USA und Indien haben ein Handelsabkommen geschlossen, das eine Senkung der US-Zölle auf indische Waren vorsieht, im Gegenzug dafür, dass Indien sich verpflichtet, seine Einkäufe von russischem Rohöl zu reduzieren und auf US-Energievorräte umzusteigen. Das Abkommen befasst sich mit Indiens Rolle als wichtiger Abnehmer russischen Öls seit 2022 und enthält Bestimmungen für mögliche Öleinkäufe aus Venezuela, was eine flexible Durchsetzung der Sanktionen widerspiegelt. Indiens Rohölimporte befinden sich auf Rekordniveau, wobei russische Sorten aufgrund von Preisvorteilen dominieren. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Erdgas und der Preisvolatilität in Indien umfasst das Abkommen auch den Handel mit Flüssigerdgas (LNG).
SNB-Präsident Martin Schlegel erklärt, dass die Schweizerische Nationalbank bereit ist, bei Bedarf Negativzinsen einzuführen, allerdings mit höheren Hürden als bisher. Er räumt ein, dass die Aufwertung des Schweizer Frankens Herausforderungen für Exporteure mit sich bringt, betont jedoch, dass die meisten Unternehmen damit umgehen können. Schlegel spricht auch über die Aufrechterhaltung guter Beziehungen zur Federal Reserve und koordinierte Maßnahmen mit der Schweizer Regierung in Handelsfragen.

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