Geographie

Suchbegriff: Europa

China erzielte 2025 trotz anhaltender Zollstreitigkeiten mit den USA und globaler Handelskonflikte einen Rekordhandelsüberschuss von fast 1,2 Billionen US-Dollar. Die Exporte stiegen um 5,5 % auf 3,8 Billionen US-Dollar, während die Importe bei 2,6 Billionen US-Dollar stagnierten, was die starke Exportleistung, aber auch die schwache Binnennachfrage widerspiegelt. Der Handel mit Afrika und den ASEAN-Ländern wuchs stark, während die Exporte in die USA um 20 % einbrachen. Deutschland wurde erneut zum wichtigsten Handelspartner Chinas und löste damit die USA ab. Die EU äußerte sich besorgt über den Wettbewerbsdruck und die Exportpraktiken Chinas.
Die Schweiz verzeichnete 2025 eine Zunahme der M&A-Aktivitäten mit 502 Transaktionen im Gesamtwert von 166,8 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die 464 Transaktionen des Vorjahres im Wert von 115,1 Milliarden US-Dollar. Zu den größten Transaktionen gehörten die Ausgliederung des Nordamerika-Geschäfts von Holcim (Amrize) im Wert von 33,7 Milliarden US-Dollar, die Übernahme von Avidity Biosciences durch Novartis im Wert von 12 Milliarden US-Dollar und die Fusion der Versicherungsgesellschaften Baloise und Helvetia im Wert von 10,8 Milliarden US-Dollar. Der Bereich Pharma und Life Sciences führte das Transaktionsvolumen an, während der Technologiesektor die meisten Transaktionen verzeichnete. KPMG erwartet für das laufende Jahr ein moderates Wachstum der M&A-Aktivitäten, insbesondere bei Private-Equity-Transaktionen.
Die Czechoslovak Group (CSG), ein bedeutender europäischer Munitionshersteller und Konkurrent von Rheinmetall, plant einen bedeutenden Börsengang an der Amsterdamer Euronext-Börse, bei dem möglicherweise über 3 Milliarden Euro aufgenommen werden sollen. Das Unternehmen hat sich 900 Millionen Euro an Ankerinvestitionen von Firmen wie Artisan Partners, BlackRock und der katarischen QIA gesichert. Die Verteidigungsindustrie erlebt aufgrund der erhöhten NATO-Ausgaben nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine einen Boom, wobei CSG das ukrainische Militär beliefert. Andere europäische Verteidigungsunternehmen wie KNDS planen ebenfalls Börsengänge im Jahr 2026.
Die Bayer-Aktie stieg entgegen dem Abwärtstrend des DAX um fast 6 %, angetrieben durch positive Entwicklungen in der Pharmasparte und eine mögliche Lösung des Glyphosat-Rechtsstreits. Der Leiter der Pharmasparte des Unternehmens kündigte fünf wichtige Blockbuster-Kandidaten mit einem potenziellen Jahresumsatz in Milliardenhöhe an, deren Wachstum bis in die 2030er Jahre hinein erwartet wird. Darüber hinaus könnte der Oberste Gerichtshof der USA in Kürze über einen wichtigen Glyphosat-Fall entscheiden, der Rechtssicherheit schaffen und die Prozessrisiken für Bayer verringern könnte.
Der Artikel befasst sich mit dem wachsenden Bedarf an einheitlichen Lösungen zur Betrugsbekämpfung und Geldwäschebekämpfung (FRAML), um die Betrugsverluste in Großbritannien in Höhe von 25,2 Milliarden Pfund ab 2023 zu bekämpfen. Er hebt hervor, wie integrierte Plattformen, die fortschrittliche Analysen und maschinelles Lernen nutzen, Fehlalarme reduzieren, die Erkennungseffizienz verbessern und sich ändernde regulatorische Anforderungen auf den globalen Märkten durch konsortialgesteuerten Informationsaustausch und lokalisierte Compliance-Anpassungen erfüllen können.
Die Schweizer ICT-Branche blickt mit großem Optimismus auf das Jahr 2026: Der Swico ICT-Index stieg um 11,7 Punkte auf 113,9 und verzeichnete damit den größten Quartalsanstieg seit Mitte 2021. Der positive Trend wird durch die hohe Nachfrage nach Digitalisierung, Cloud-Lösungen und künstlicher Intelligenz angetrieben, obwohl einige Segmente unter Margendruck stehen. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Bedingungen bleibt die Branche zuversichtlich und betont die Notwendigkeit, KI in Geschäftsprozesse zu integrieren und in qualifizierte Fachkräfte zu investieren.
Die pessimistische Stimmung am Ölmarkt kehrt sich um, da geopolitische Spannungen, darunter die Maßnahmen der USA in Venezuela, Drohungen gegenüber dem Iran und Angriffe auf Tanker im Schwarzen Meer, den Preis für Brent-Rohöl auf über 65 US-Dollar treiben. Die Daten zum physischen Angebot zeigen eine angespanntere Lage als erwartet, wobei die schwimmenden Lagerbestände zurückgehen. Große Investmentbanken revidieren ihre Prognosen, da die geopolitischen Risikoprämien steigen, was die bisherigen Bedenken hinsichtlich eines Überangebots in den Hintergrund drängt und höhere Ölpreise stützt.
Die Produktion von Fertiggerichten in Deutschland hat deutlich zugenommen: Im Jahr 2024 wurden 1,7 Millionen Tonnen im Wert von 5,9 Milliarden Euro produziert, gegenüber 1,4 Millionen Tonnen (4,1 Milliarden Euro) im Jahr 2019. Das größte Wachstum verzeichneten Pastagerichte mit 56 %, gefolgt von Fleischgerichten mit 43 % und Gemüsegerichten mit 7,2 %. Nur Fischgerichte verzeichneten einen Rückgang um 7,2 %. Trotz der gestiegenen Verfügbarkeit von Fertiggerichten blieb der Zeitaufwand der Deutschen für die Zubereitung von Mahlzeiten mit 41 Minuten pro Tag nahezu unverändert, wobei sich der Unterschied zwischen den Geschlechtern in Bezug auf die Kochzeit verringert hat.
Die Aktie von Julius Bär erreichte ein neues Allzeithoch von 67,30 CHF, nachdem JP Morgan sein Kursziel auf 75 CHF angehoben und seine Übergewichtungsempfehlung beibehalten hatte. Die Schweizer Privatbank hat seit Jahresbeginn 7 % und in den letzten 52 Wochen 15,1 % zugelegt. Analyst Kian Abouhossein erwartet, dass 2025 ein Übergangsjahr sein wird, in dem sich der Fokus auf den strategischen Zyklus 2026-2028 verlagert. Darüber hinaus kündigte die Bank Veränderungen im Management an: COO Nic Dreckmann verlässt das Unternehmen und Jean Nabaa von HSBC übernimmt seine Position. Die Mehrheit der von Bloomberg befragten Analysten hält an ihrer positiven Empfehlung oder ihrer Halteempfehlung für die Aktie fest.
Die Partners Group, ein Schweizer Vermögensverwalter mit Sitz in Zug, meldete für 2025 starke Ergebnisse mit einem verwalteten Vermögen von 185 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten von 180 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen sicherte sich Kapitalzusagen in Höhe von 26 Milliarden US-Dollar und übernahm die Empira Group, wodurch das Vermögen um 4 Milliarden US-Dollar stieg. Das Unternehmen investierte 27 Milliarden US-Dollar und erzielte gleichzeitig 26 Milliarden US-Dollar aus Veräußerungen. Die Partners Group erwartet für 2026 ein weiteres Wachstum mit prognostizierten Kapitalzusagen in Höhe von 26 bis 32 Milliarden US-Dollar.

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