Währung

Suchbegriff: Euro

Der Euro ist zum ersten Mal seit 2021 über 1,20 gegenüber dem US-Dollar gestiegen, angetrieben durch die Dollarschwäche, die durch die politische Unsicherheit in den USA und Handelskonflikte verursacht wurde. Der starke Euro stärkt zwar die Kaufkraft für Importe und kann zur Eindämmung der Inflation beitragen, beeinträchtigt jedoch die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Exporteure im Ausland. Die EZB beobachtet eher die Geschwindigkeit der Wechselkursentwicklung als bestimmte Niveaus, aber eine weitere Aufwertung könnte politische Reaktionen nach sich ziehen. Trotz der Gewinne ist es weiterhin unwahrscheinlich, dass der Euro die globale Dominanz des Dollars als wichtigste Reservewährung in Frage stellen wird.
Die erste Februarwoche 2026 hält für Anleger einen vollen Terminkalender bereit: Neben der Zinsentscheidung der EZB stehen wichtige Unternehmensergebnisse von Novartis, UBS und US-Unternehmen wie PepsiCo und Disney an. Geopolitische Spannungen aufgrund der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sowie des Waffenstillstands zwischen der Ukraine und Russland sorgen für Unsicherheit an den Märkten, während die Ölpreise angesichts der Spannungen um 10 % gestiegen sind. Die US-Arbeitsmarktdaten und die Führungswechsel bei der Federal Reserve unter der Trump-Regierung tragen zur komplexen Investitionslandschaft bei, wobei die gemischte Entwicklung der globalen Märkte im Januar den Ton für die kommende Woche angibt.
Der Artikel befasst sich mit den Herausforderungen, denen sich die Schweizerische Nationalbank gegenübersieht, da der US-Dollar Anfang 2026 deutlich an Wert verliert und der Schweizer Franken damit auf den höchsten Stand seit 2011 steigt. Dies schafft Probleme für die exportabhängige Wirtschaft der Schweiz, da ihre Waren im Ausland teurer werden und die Inflation gedämpft wird. Die SNB hat nur begrenzte Möglichkeiten – entweder die Zinsen in den negativen Bereich zu senken oder in die Devisenmärkte einzugreifen, was beides mit erheblichen Nachteilen verbunden ist. Der Rückgang des Dollars ist auf sinkende US-Zinsen und die Diversifizierung globaler Investoren weg vom Dollar aufgrund von Bedenken hinsichtlich der institutionellen Stabilität der USA zurückzuführen. Die Situation verdeutlicht die allgemeinen globalen wirtschaftlichen Spannungen und die Vernetzung der Devisenmärkte.
Bosch meldete für 2025 einen Gewinnrückgang von fast 50 % und einen Rückgang des Betriebsergebnisses auf 1,7 Milliarden Euro. Das Unternehmen kündigte Pläne an, bis 2030 über 20.000 Stellen in seinem Automobilbereich abzubauen. CEO Stefan Hartung warnte vor möglichen weiteren Kürzungen und erklärte, er könne „keinen Frieden versprechen”. Der Gewinnrückgang ist auf Restrukturierungskosten, sinkende Umsätze, ungünstige Währungseffekte, schwache Ergebnisse auf den asiatischen Märkten und geopolitische Herausforderungen wie US-Zölle zurückzuführen. Das Unternehmen steht unter erheblichem Druck durch den globalen Wettbewerb, hohe Produktionskosten in Deutschland und die langsame Einführung der Elektromobilität in Europa.
Daten von Interhyp zeigen, dass sich der deutsche Wohnimmobilienmarkt im Jahr 2026 stabilisiert und Käufer und Verkäufer zu ausgewogeneren Bedingungen gelangen. Während die Preise um 5,5 % auf durchschnittlich 482.000 € gestiegen sind, bringen Käufer mehr Eigenkapital ein (durchschnittlich 142.000 €) und profitieren von stabilen Zinsen und einer größeren Auswahl. Der Markt hat sich von dem 13-prozentigen Preisrückgang nach der Zinswende im Jahr 2022 erholt, obwohl die Preise weiterhin 9 % unter dem Höchststand von 2022 liegen.
Die Europäische Zentralbank steht vor der Entscheidung über Zinssenkungen, da der stärkere Euro Währungsprobleme auf ihre Agenda setzt. Während EZB-Präsidentin Lagarde möglicherweise auf die jüngste Schwäche des Dollars und die Aufwertung des Euro eingehen wird, erwarten Ökonomen weitgehend unveränderte Leitzinsen in diesem Jahr, wobei die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen in der Eurozone nur bei 20 % liegt.
Der deutsche Neobroker Trade Republic hat von der BaFin die behördliche Genehmigung für den Betrieb eines eigenen multilateralen Handelssystems erhalten. Dies ist ein wichtiger Schritt bei der Umstrukturierung seines Handelsgeschäfts im Vorfeld des EU-Verbots von Payment for Order Flow (PFOF) im Jahr 2026. Das in Berlin ansässige Unternehmen mit einem Wert von 12,5 Milliarden Euro nutzt derzeit die Lang & Schwarz Exchange für den Handel, prüft jedoch Optionen, darunter den Aufbau einer eigenen Handelsplattform. PFOF macht derzeit weniger als 30 % der Einnahmen von Trade Republic aus.
Die Inflationsrate in Deutschland stieg im Januar auf 2,1 % und übertraf damit die Erwartungen der Ökonomen und das Ziel der EZB. Der Dienstleistungssektor war mit einem Anstieg von 3,2 % der Haupttreiber, was vor allem auf Preiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr zurückzuführen ist. Auch die Lebensmittelpreise stiegen deutlich, insbesondere für Kaffee, Schokolade und Fleisch. Staatliche Hilfsmaßnahmen wie die Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie wurden größtenteils von den Unternehmen absorbiert und nicht an die Verbraucher weitergegeben. Ökonomen nennen steigende Energiepreise, geopolitische Risiken und Steueränderungen als Faktoren, die dazu beitragen, obwohl ein starker Euro die Inflation dämpft, indem er Importe verbilligt.
Das österreichische Kupferverarbeitungsunternehmen Asta Energy Solutions hat den ersten Börsengang des Jahres 2026 an der Frankfurter Börse erfolgreich abgeschlossen. Die Aktien eröffneten mit 43 Euro deutlich über dem Ausgabepreis von 29,50 Euro. Das auf Kupferkomponenten für die Energieinfrastruktur spezialisierte Unternehmen erreichte eine Marktkapitalisierung von 420 Millionen Euro und zog Investitionen von Siemens Energy an. Der Börsengang spiegelt das wachsende Interesse der Anleger an Unternehmen wider, die die Energiewende unterstützen, wobei die Kupfernachfrage durch Transformatoren, Rechenzentren und KI-Infrastruktur angetrieben wird. Analysten erwarten für 2026 mehr Börsengänge als im zurückhaltenden Markt von 2025, insbesondere in der Verteidigungsindustrie und in zukunftsorientierten Branchen.
Die deutsche Wirtschaft wuchs im vierten Quartal 2025 um 0,3 % und lag damit leicht über den Erwartungen, was auf den gestiegenen privaten und staatlichen Konsum zurückzuführen ist. Die Exporte standen jedoch aufgrund der US-Zölle, eines stärkeren Euro und der chinesischen Konkurrenz vor Herausforderungen. Während 2025 nach zwei Jahren des Rückgangs ein Gesamtwachstum von 0,2 % zu verzeichnen war, bleibt die Wirtschaftsleistung weiterhin nahe dem Niveau von 2019. Die Stimmung in der Wirtschaft bleibt angesichts der anhaltend schwachen Nachfrage vorsichtig, und Ökonomen fordern trotz staatlicher Konjunkturmaßnahmen Strukturreformen, um ein nachhaltig höheres Wachstum zu erreichen.

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