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Suchbegriff: Kanada

Trotz anhaltender Handelsspannungen und protektionistischer Drohungen seitens der Trump-Regierung hat sich der Welthandel als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen. Während die politische Rhetorik weiterhin hitzig ist, haben sich die tatsächlichen Handelsströme durch Umleitung auf andere Märkte angepasst, und der Handel mit Dienstleistungen übertrifft weiterhin den Handel mit Waren. Die Befürchtungen der Unternehmen vor einem umfassenden Handelskrieg haben nachgelassen, da sie geopolitische Konflikte mittlerweile als größere Bedrohung ansehen als Protektionismus. Das globale Handelssystem hat seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, Zollschocks ohne katastrophale Schäden zu überstehen.
Die kanadische Regierung unter Mark Carney verzichtet auf das geplante Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab 2035 und ersetzt es durch strengere Kraftstoffeffizienzstandards und erhöhte Kaufanreize für Elektrofahrzeuge, darunter eine Steuererleichterung von 5.000 CAD pro Fahrzeug und einen Infrastrukturfonds für Elektrofahrzeuge in Höhe von 1,5 Milliarden CAD. Mit diesem Schritt soll den Bedenken der Automobilindustrie hinsichtlich unrealistischer Verkaufsziele für Elektrofahrzeuge Rechnung getragen werden, während gleichzeitig die Elektrifizierung des Verkehrs weiter gefördert und kanadische Arbeitsplätze vor US-Zöllen auf im Ausland hergestellte Fahrzeuge geschützt werden sollen.
Shell meldete mit einem bereinigten Gewinn von 3,256 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2025 das schwächste Quartalsergebnis seit über vier Jahren, das hinter den Schätzungen der Analysten zurückblieb und einen Rückgang von 40 % gegenüber dem Vorquartal darstellt. Trotz der schlechten Finanzergebnisse und der niedrigeren Ölpreise behielt das Unternehmen sein vierteljährliches Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar bei und erhöhte seine Dividende um 4 %, wobei es den Aktionärsrenditen Vorrang einräumte. CEO Wael Sawan hob den soliden Cashflow und die Kosteneinsparungen in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar seit 2022 als positive Faktoren inmitten der schwierigen Bedingungen auf dem Energiemarkt hervor.
Die Bergbaugiganten Glencore und Rio Tinto haben ihre Fusionsverhandlungen beendet, nachdem sie sich nicht auf die finanziellen Bedingungen und die Führungsstruktur einigen konnten. Der Deal scheiterte aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Bewertung des Kupfergeschäfts von Glencore und die Wachstumsaussichten. Die Aktien von Glencore fielen nach der Bekanntgabe um über 8 %. Dies war der dritte Fusionsversuch zwischen den Unternehmen, aus dem ein 260 Milliarden Dollar schwerer Bergbaugigant hervorgegangen wäre. Analysten stellen einen zunehmenden Konsolidierungsdruck in der Branche fest, um Skaleneffekte zu erzielen.
Chevron erlebt derzeit bedeutende Veränderungen in der Führung seiner Abteilungen für Handel, Strategie und Geschäftsentwicklung, während das Unternehmen sich mit volatilen Ölmärkten und geopolitischen Herausforderungen auseinandersetzt. Wichtige Führungskräfte wie Patricia Leigh und Frank Mount treten in den Ruhestand, Molly Laegeler übernimmt den Handel und Kevin Lyon wechselt in die Strategieabteilung. Die Umstrukturierung zielt darauf ab, die Koordination zwischen den Entscheidungsebenen zu verbessern, während das Unternehmen mit Einschränkungen seiner Aktivitäten in Venezuela aufgrund von US-Sanktionen zu kämpfen hat und sich angesichts steigender Rohölpreisunterschiede auf Kapitaldisziplin konzentriert.
Shell-CEO Wael Sawan gab bekannt, dass das Unternehmen Offshore-Investitionen in Erdgas in Venezuela in Höhe von mehreren Milliarden Dollar in Erwägung zieht und die Produktion möglicherweise innerhalb weniger Jahre nach Erhalt der behördlichen Genehmigungen aufnehmen wird. Dies zeigt das ernsthafte Interesse von Shell an venezolanischen Energieanlagen nach Jahren der Sanktionen, obwohl noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen wurden. Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Shell schwächere Quartalsergebnisse vermeldete, aber die Ausschüttungen an die Aktionäre durch Dividenden und Rückkäufe aufrechterhielt.
Neue KI-Anwendungen von Anthropic haben weltweit zu einem erheblichen Ausverkauf von Softwareaktien geführt, wobei der Sektor an der Wall Street fast 300 Milliarden US-Dollar an Marktwert verloren hat. Die Befürchtung, dass KI traditionelle Software verdrängen könnte, hat große Unternehmen wie SAP, Siemens, Microsoft und Thomson Reuters getroffen, wobei die europäischen und asiatischen Märkte dem negativen Trend folgten. Die Indizes DAX und S&P 500 waren besonders stark betroffen, da Investoren die Geschäftsmodelle von Softwareunternehmen angesichts der fortschreitenden KI-Technologie neu bewerten.
Christopher Rossbach von J. Stern & Co. argumentiert, dass aktives Investieren in den aktuellen Märkten, die durch hohe Bewertungen und eine Konzentration auf Indizes wie den S&P 500 und den MSCI World gekennzeichnet sind, von entscheidender Bedeutung ist. Trotz geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt er optimistisch für das Jahr 2026 und hebt Chancen in den Bereichen KI-Infrastruktur, Konsumgüter und globale Infrastrukturinvestitionen hervor. Der Artikel betont, dass man sich eher auf qualitativ hochwertige Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten konzentrieren sollte als auf passives Indexinvestieren.
Ein viraler TikTok-Trend für japanischen Käsekuchen aus Biscoff-Keksen und Skyr oder griechischem Joghurt sorgt in der Schweiz für steigende Verkaufszahlen dieser Produkte. Einzelhändler wie Coop berichten von einer Verdopplung der Kekseverkäufe und einer überdurchschnittlichen Nachfrage nach Milchprodukten, wobei die Dauerhaftigkeit dieses Trends jedoch ungewiss bleibt.
Die globalen Aktienmärkte stehen aufgrund erneuter Bedenken hinsichtlich künstlicher Intelligenz (KI) unter Druck. Der deutsche DAX dürfte nach dem Schwinden der jüngsten Gewinne vorsichtig starten. Die US-Märkte führten den Rückgang an, wobei Technologieaktien nach der Ankündigung des neuen KI-Tools von Anthropic besonders stark betroffen waren. Softwareunternehmen wie Microsoft, Oracle und Thomson Reuters verzeichneten erhebliche Kursverluste. Obwohl es einige positive Nachrichten von der UBS in der Schweiz gab, bleibt die allgemeine Marktstimmung negativ, da Bedenken hinsichtlich der Rentabilität von KI-Investitionen und des Wettbewerbsdrucks auf Pharmaunternehmen wie Novo Nordisk bestehen.

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