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Suchbegriff: Rohstoffe

Die Ölpreise sind trotz geopolitischer Spannungen rückläufig, da die Marktgrundlagen, die von Überangebotsängsten dominiert werden, potenzielle Störungsrisiken überwiegen. Steigende Lagerbestände, sanktioniertes Rohöl aus Russland, Iran und Venezuela sowie neue venezolanische Barrel tragen zu einem rückläufigen Ausblick bei. Während geopolitische Ereignisse wie die Proteste im Iran und Drohnenangriffe im Schwarzen Meer zu vorübergehenden Preisspitzen führen, behält die anhaltende Überangebotsdiskussion die Oberhand, wobei Goldman Sachs seine Preisprognosen nach unten korrigiert und Daten Rekordmengen an Rohöl auf Tankern zeigen.
Gold setzt seine rekordverdächtige Rallye mit drei neuen Höchstständen über 4.500 US-Dollar pro Feinunze Anfang 2026 fort, nachdem es 2025 bereits um 67 % gestiegen war. Geopolitische Turbulenzen und historische Parallelen zu 1979 stützen die Aufwärtsdynamik, doch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt vor einer möglichen starken Korrektur aufgrund spekulativer Anlegeraktivitäten. Die Geldpolitik der Federal Reserve und die Nachfrage der Zentralbanken bleiben wichtige Faktoren, die die zukünftige Preisentwicklung von Gold beeinflussen.
Die asiatischen Märkte zeigten eine gemischte Performance, da die Öl- und Goldpreise nach Anzeichen einer Deeskalation im Iran-Konflikt zurückgingen. Der Nikkei fiel um 0,4 %, während der TOPIX um 0,7 % zulegte, da die Anleger von Chip- und KI-Aktien abwandten. China führte strengere Margenanforderungen ein, um die Überhitzung des Marktes zu dämpfen, was die Vorsicht der Regulierungsbehörden angesichts der Marktvolatilität widerspiegelt.
Indiens Kohleproduktion stieg im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahr um 3,6 % auf 101,45 Millionen Tonnen und übertraf damit die monatlichen Ziele. Trotz dieses monatlichen Zuwachses ist die Gesamtproduktion für das Geschäftsjahr aufgrund von Monsunstörungen um 0,64 % zurückgegangen. Die Stromerzeugung aus Kohle und Gas stieg angesichts der Rekordnachfrage nach Strom im Dezember um 4,42 %, wobei die Spitzennachfrage 241 GW erreichte und damit fast das Niveau des Sommers erreichte. Kohle bleibt mit einem Anteil von etwa 60 % die dominierende Energiequelle im indischen Strommix, obwohl die Regierung erwägt, die Ziele für die Aussetzung der Kohlekapazitäten auf 2047 zu verschieben, während die Solarinstallationen weiter zunehmen.
Die US-Sanktionen gegen russische Ölproduzenten haben dazu geführt, dass Indiens Importe von russischem Rohöl auf ein Dreijahres-Tief gefallen sind. Die Importe im Dezember werden auf 1,1 bis 1,3 Millionen Barrel pro Tag geschätzt, was einen deutlichen Rückgang gegenüber November bedeutet. Indische Raffinerien diversifizieren ihre Bezugsquellen und wenden sich Lieferanten aus dem Nahen Osten, Amerika und Westafrika zu, während sie gleichzeitig ein Handelsabkommen mit den USA anstreben, die Indien als wichtigen Finanzier der russischen Kriegsausgaben durch Öleinkäufe kritisiert haben.
Die Vereinigten Staaten haben nach dem Sturz von Präsident Maduro ihre erste venezolanische Ölfracht für 500 Millionen Dollar verkauft, wobei der Erlös auf von den USA kontrollierte Bankkonten fließt. Rohstoffhändler wie Chevron, Vitol und Trafigura wollen ihre Flotten erweitern, um potenzielle 30 bis 50 Millionen Barrel venezolanisches Rohöl zu transportieren, wobei die ersten Lieferungen aus bestehenden Lagern stammen werden. Die Ölproduktion Venezuelas könnte sich bis 2035 je nach globaler Nachfrage möglicherweise erheblich ausweiten.
Nigeria hat im Dezember 2025 zum fünften Mal in Folge seine OPEC+-Ölförderquote von 1,5 Millionen Barrel pro Tag nicht erreicht, da die Produktion auf 1,422 Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen ist. Das Land hat weiterhin mit operativen Herausforderungen im Upstream-Sektor zu kämpfen, obwohl die NNPC höhere Zahlen einschließlich Kondensat meldet und plant, die Produktion durch verbesserte Zusammenarbeit und Infrastrukturwartung innerhalb von zwei Jahren auf 2 Millionen Barrel pro Tag zu steigern.
Die Ölpreise fielen um 4 %, da Berichte darauf hindeuteten, dass eine militärische Aktion der USA gegen den Iran nicht unmittelbar bevorsteht, was die geopolitischen Befürchtungen milderte. Die Berater von Präsident Trump können keinen schnellen Zusammenbruch des Regimes im Iran garantieren, und Bedenken hinsichtlich der militärischen Bereitschaft haben mögliche Maßnahmen verzögert. Die Unsicherheit hinsichtlich der Führung der iranischen Opposition und das Ausbleiben eines sofortigen Militäreinsatzes trugen zum Rückgang der Ölpreise und zu einem starken Rückgang der Silberpreise bei.
Die Beschlagnahmung und der Verkauf von venezolanischem Öl durch die Trump-Regierung stellen die US-Schieferölproduzenten im Permbecken vor wirtschaftliche Herausforderungen, wo die Zahl der aktiven Bohranlagen um 15 % zurückgegangen ist und sich die lokale Wirtschaft verlangsamt. Der Zustrom von billigem venezolanischem Öl in einen bereits gesättigten Weltmarkt droht die Ölpreise weiter zu drücken, was im Widerspruch zu Trumps Vision der Energiedominanz steht und gleichzeitig die Energiesicherheit der USA, die er schützen will, potenziell gefährdet. Branchenexperten warnen, dass Investoren ihren Fokus eher auf Dividenden als auf die geopolitische Kontrolle über Ölressourcen legen.
Der Artikel untersucht, wie Donald Trumps Wirtschafts- und Handelspolitik die Gold- und Silberpreise im Jahr 2026 auf Rekordhöhen treibt, da Investoren angesichts der Besorgnis über die Abwertung des Dollars und die wirtschaftliche Unsicherheit, die sich aus seinem „Sell America”-Ansatz ergibt, nach sicheren Häfen suchen.

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