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Die US-Regierung erwägt eine Lockerung der Sanktionen gegen die venezolanische Ölindustrie, um ein Investitionsabkommen im Wert von 2 Milliarden US-Dollar zu ermöglichen, das die Ölproduktion Venezuelas erheblich steigern könnte. Große Energieunternehmen wie Chevron, Repsol und Eni bemühen sich um individuelle Sanktionsausnahmen, um nach Venezuela zurückkehren zu können. Der Plan könnte die Ölproduktion Venezuelas von derzeitem Niveau auf potenziell 3 Millionen Barrel pro Tag bis 2035 steigern, was eine bedeutende Wiederbelebung der Ölindustrie des Landes unter neuen politischen Rahmenbedingungen nach der Absetzung Maduros bedeuten würde.
Die kanadische Ölindustrie verzeichnet ein deutliches Wachstum mit Rekordproduktionszahlen und steigenden Exporten nach China, angetrieben durch den Ausbau der Trans Mountain-Pipeline und Bemühungen, die Abhängigkeit vom US-Markt zu verringern. Trotz Handelsspannungen mit den USA und der Konkurrenz durch venezolanisches Rohöl steigern kanadische Produzenten ihre Aktionärsrenditen und planen umfangreiche Kapitalinvestitionen, während sie sich als stabile Energielieferanten für asiatische Märkte positionieren.
Venezuela erwartet in diesem Jahr Ölinvestitionen in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar, gegenüber 900 Millionen US-Dollar im Vorjahr, durch Produktionsbeteiligungsverträge. Die US-Regierung hat trotz der Aufrechterhaltung der Sanktionen Lizenzen für begrenzte Ölförderaktivitäten erteilt. Chevron hat seine Bereitschaft zum Ausbau der Aktivitäten bekundet, während Exxon aufgrund der Investitionsrisiken weiterhin vorsichtig ist. Energieanalysten gehen davon aus, dass die Ölproduktion Venezuelas bis 2035 1,5 bis 3 Millionen Barrel pro Tag erreichen könnte, obwohl die Förderkosten aus dem Orinoco-Gürtel weiterhin hoch sind.
Die Vereinigten Staaten haben nach dem Sturz von Präsident Maduro ihre erste venezolanische Ölfracht für 500 Millionen Dollar verkauft, wobei der Erlös auf von den USA kontrollierte Bankkonten fließt. Rohstoffhändler wie Chevron, Vitol und Trafigura wollen ihre Flotten erweitern, um potenzielle 30 bis 50 Millionen Barrel venezolanisches Rohöl zu transportieren, wobei die ersten Lieferungen aus bestehenden Lagern stammen werden. Die Ölproduktion Venezuelas könnte sich bis 2035 je nach globaler Nachfrage möglicherweise erheblich ausweiten.
Der Branchenberater Enverus prognostiziert, dass Venezuela nach den politischen Veränderungen seine Ölproduktion bis 2035 um 50 % auf 1,5 Millionen Barrel pro Tag steigern wird, wobei sogar noch höhere Fördermengen möglich sind. Das Land steht jedoch vor erheblichen Herausforderungen, darunter eine stark marode Infrastruktur, die Investitionen in Höhe von mehreren zehn Milliarden Dollar erfordert, und die Bewältigung politischer Unsicherheiten. Die großen Ölkonzerne reagierten unterschiedlich: Einige bezeichneten Venezuela als „uninvestierbar”, während andere Bereitschaft zeigten, sich an der Erholung zu beteiligen.
Standard Chartered hat ihre optimistische Ölprognose revidiert und ihre Preisprognose für 2026-2027 aufgrund von Bedenken hinsichtlich eines Überangebots und der Ungewissheit über den Handelskrieg um 15 $ pro Barrel gesenkt. Die Bank prognostiziert nun eine kurzfristige Schwäche der Ölpreise, bleibt aber dabei, dass die niedrigen Preise schließlich das Wachstum der US-Schieferölproduktion bremsen werden. Der Artikel befasst sich auch mit der Dynamik des europäischen Erdgasmarktes, einschließlich der Lagerbestände und der Preisentwicklung, die durch die russischen Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur beeinflusst wird.

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