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Suchbegriff: Robert Rapier

Venezuela erwartet in diesem Jahr Ölinvestitionen in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar, gegenüber 900 Millionen US-Dollar im Vorjahr, durch Produktionsbeteiligungsverträge. Die US-Regierung hat trotz der Aufrechterhaltung der Sanktionen Lizenzen für begrenzte Ölförderaktivitäten erteilt. Chevron hat seine Bereitschaft zum Ausbau der Aktivitäten bekundet, während Exxon aufgrund der Investitionsrisiken weiterhin vorsichtig ist. Energieanalysten gehen davon aus, dass die Ölproduktion Venezuelas bis 2035 1,5 bis 3 Millionen Barrel pro Tag erreichen könnte, obwohl die Förderkosten aus dem Orinoco-Gürtel weiterhin hoch sind.
Die offizielle Angabe Venezuelas von über 300 Milliarden Barrel nachgewiesener Ölreserven ist größtenteils eine statistische Neuklassifizierung von extra schwerem Rohöl aus dem Orinoco-Gürtel und nicht auf neue Funde zurückzuführen. Unabhängige Schätzungen beziffern die wirtschaftlich förderbaren Ölreserven aufgrund hoher Förderkosten, der durch die Verstaatlichung verschlechterten Infrastruktur und der extremen Preissensibilität auf nur etwa 29 Milliarden Barrel. Die Reserveangaben spiegeln eher politische Anreize und optimistische Preisannahmen wider als die tatsächliche Produktionskapazität.
Der Artikel analysiert den Zusammenbruch der venezolanischen Ölindustrie und erklärt, dass eine Lockerung der Sanktionen zwar kurzfristig zu Produktionssteigerungen führen könnte, die strukturellen Schäden durch die Enteignungen von 2007 und den internen Zusammenbruch von PDVSA jedoch erst in einem Jahrzehnt oder später behoben werden können. Der Rückgang der Ölproduktion in Venezuela ist sowohl auf die langfristige Verschlechterung der Infrastruktur als auch auf die jüngsten US-Sanktionen zurückzuführen, wobei Chevron aufgrund seiner fortgesetzten Aktivitäten in dem Land am meisten von einer Lockerung der Sanktionen profitieren dürfte.
Venezuela verfügt zwar über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven, erlebte jedoch aufgrund technischer und institutioneller Versäumnisse in seiner Ölindustrie einen wirtschaftlichen Zusammenbruch. Die Enteignung ausländischer Partner in den 2000er Jahren beraubte die staatliche Ölgesellschaft PDVSA des Kapitals, des Fachwissens und der operativen Kapazitäten, die für die Förderung und Verarbeitung ihres schweren Orinoco-Rohöls erforderlich waren. Die Produktion der Branche sank von über 3 Millionen Barrel pro Tag auf unter 1 Million, wobei US-Sanktionen und politisches Missmanagement den Zusammenbruch beschleunigten. Die kürzliche Festnahme von Präsident Maduro durch US-Streitkräfte unterstreicht die anhaltende geopolitische Bedeutung des venezolanischen Öls, doch selbst unter verbesserten politischen Bedingungen würde die Erholung Jahre der Investitionen und des technischen Wiederaufbaus erfordern.
Die jüngste Energieumfrage der US-Notenbank in Dallas deutet auf eine deutliche Abkühlung im US-Ölsektor hin, wobei die Bohr- und Fertigstellungsaktivitäten im zweiten Quartal in Folge zurückgehen. Zu den wichtigsten Faktoren gehören steigende Inputkosten, Preisschwankungen, Kapitaldisziplin der Aktionäre, Arbeitskräftemangel und regulatorische Unsicherheit. Während kleinere unabhängige Unternehmen optimistisch bleiben, geht die Branche von aggressivem Wachstum zu maßvollen, auf Effizienz und Rendite ausgerichteten Operationen über, was auf ein knapperes zukünftiges Angebot und einen reifenden Sektor hindeutet.
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